Strategie-Werkstatt zur Gemeindeentwicklung

Strategie-Werkstatt in Eicklingen

Strategie-Werkstatt in Eicklingen

"Die Zukunft denken - heute für morgen handeln" - Kompetenz im ländlichen Raum

Kirchlinteln./Eicklingen. Die Gemeinde Kirchlinteln macht sich auf den Weg zu einer modernen Gemeindeentwicklung. Im Amtshof Eicklingen, dem neuen Kompetenzzentrum für die Entwicklung der ländlichen Räume, gingen Ratsmitglieder, Verwaltungs-leitung, Planer Georg Böttner und Dr. Florian Birk von der Wirtschafsagentur Artland südlich von Celle in Klausur. Aus der CDU-Fraktion waren Bürgermeister-Kandidatin Ingrid Müller, Ratsvorsitzender Harald Nordhausen, die Ratsherren und Ortsvorsteher Joachim Köhler und Wolfgang Ritz sowie Fraktionsvorsitzender Günter Lühning aktiv dabei."Die Zukunft denken - heute für morgen handeln" - unter diesem Motto ging es bei der Strategie-Werkstatt um wichtige Weichenstellungen für die Gemeinde Kirchlinteln, ihre 17 Ortschaften und die 10.500 Einwohner. Architekt Karsten Stumpf informierte die Gäste aus Kirchlinteln zunächst über die Dorferneuerung in der Gemeinde Flotwedel bei Celle und über Geschichte, Sanierung und Entwicklung des Amtshofes in Eicklingen zum Kompetenzzentrum für den ländlichen Raum. Die Strategie-Werkstatt wurde anschließend von Amtshof-Geschäftsführer Michael
Schmidt und von Klaus Karweik vom Amt für Landentwicklung in Verden moderiert. Klaus Karweik hat viele Dorferneuerungen in den Kirchlintelner Ortschaften begleitet und ist inzwischen zuständig für landesweite Modellprojekte im ländlichen Raum. Zunehmende Bedeutung gewinnt auch das Projekt "Zukunftsmodell Historische Ortsmitte" Kirchlinteln. In Grundzentren und größeren Dörfern mit zentralörtlicher Funktion fallen zunehmend Gebäude leer und bleiben oftmals lange ungenutzt - bis zum endgültigen Verfall. Dies gilt für ehemalige landwirtschaftlich genutzte Gebäude ebenso wie für frühere Einzelhandelsgeschäfte. Größere Verbrauchermärkte und auch neue Wohngebiete entstehen in den Randlagen von Grundzentren, während den Ortszentren die Verödung und der Verfall droht. Die Entwicklung der Ortszentren rückt landesweit
zunehmend in das Blickfeld von Kommunalpolitik und Landentwicklungsprogrammen. Am Beispiel von Kirchlinteln und aus Anlass des geplanten Erwerbs einer Schlüssel-Immobilie im Herzen der 2.500 Einwohner zählenden "Gemeinde-Hauptstadt" durch die Gemeinde Kirchlinteln sollen mit dem neuen Zukunftsprojekt exemplarisch und modellhaft für Niedersachsen neue Lösungen zur Umstrukturierung und Vitalisierung der Ortskerne aufgezeigt werden. Mit Moderator Klaus Karweik vereinbarten die Kirchlintelner Gemeindevertreter ein modernes Management bei der künftigen Gemeindeentwicklung unter größtmöglicher Beteiligung der Bürger, um die Herausforderungen der Zukunft und des demographischen Wandels erfolgreich bestehen zu können. Wie wichtig eine gut gestaltete und vitale Ortsmitte für das Wohlbefinden der Bürger und für die Anziehungskraft auf Gäste und Neubürger ist, verdeutlichte im Herbst letzten Jahres eindrucksvoll eine Mitbürgerin. "Eine ansprechende Ortsmitte ist für mich die Identifikationsmöglichkeit mit meinem Wohnort. Das ist mein Ort. Da lebe ich. Da gehöre ich gerne hin", hatte die Einwohnerin im mit 200 Bürgern gut besuchten Bürgerforum im ehemaligen Saal des Lintler Kruges formuliert.



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