Neue Radwegplanung an den Landesstraßen

Hogrefe: Zwei Vorhaben für Kirchlinteln wichtig Derzeit stellt die Landesregierung eine neue Prioritätenliste für den Bau von Radwegen an Landestraßen auf. „Ich erwarte, dass dabei die Weiterführung des Radweges an der Landestraße 171 von Klein-Linteln in Richtung Visselhövede im vorderen Bereich dieser Liste platziert wird“, so der hiesige Landtagsabgeordnete Wilhelm Hogrefe, der froh darüber ist, das der Radweg von Eitze über Luttum nach Hohenaverbergen jetzt saniert wurde. Pläne zum Bau eines Radweges an der L 171 sind bisher immer daran gescheitert, dass die Gemeinde Kirchlinteln sich nicht zu einer Kostenbeteiligung in der Lage sah. In den letzten Jahren hat das Land Niedersachsen neue Radwege an Landesstraßen nur dann gebaut, wenn es eine finanzielle Beteiligung der jeweiligen Gemeinde gab, so in Emtinghausen und in Achim-Oyten.
Wilhelm Hogrefe MdL

Wilhelm Hogrefe MdL

Künftig will das Land auch einige Radwege neu bauen, ohne dass sich die Kommunen beteiligen müssen. In diesem Zusammenhang wird derzeit eine Prioritätenliste erstellt. In einem ersten Schritt wurden die Landkreise gebeten, aus ihrem Bereich der Landesverwaltung Vorschläge zu machen. „Unsere Kreisverwaltung hat den Radweg an der L 171 an Platz 2 ihrer Rangliste gut platziert“, erläutert Hogrefe. Dafür gebe es sehr vernünftige Gründe: Die Strecke von Kl.-Linteln nach Schafwinkel sei unfallträchtig und wegen des Sportplatzes in Kohlenförde seien dort auch viele junge Menschen unterwegs. „Außerdem geht es um die Anbindung des Schulstandortes Bendingbostel“. Auch touristische Gründe sprechen nach Meinung von Hogrefe für die konkrete Planung dieser Radwegverbindung auf der Strecke Verden-Visselhövede-Soltau. „Mit einem neuen Radweg würden zudem das Müllerhaus in Schmomühlen, die „Imkerstuv“ in Gr.-Heins, das Landhaus Badenhoop, das Gästehaus Jochenshof und die Heilpflanzenschule in Schafwinkel noch besser an den Kernort Kirchlinteln angebunden“. Ende des vergangenen Jahres hatte Bürgermeister Wolfgang Rodewald zu diesem Thema ein Gespräch mit der Außenstelle Verden der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Dabei ging es auch um die von der Behörde geplante Weiterführung des Radweges an der L 160 von Neddenaverbergen in Richtung Südkampen sowie eine Verbreiterung der Brücke über die Lehrde. Dazu Wilhelm Hogrefe: “Auch diese Strecke hat eine nicht unerhebliche touristische Bedeutung. Sie war bereits vor geraumer Zeit von der Gemeinde und dem Landkreis für einen Ausbau angemeldet worden“. Der neue Radweg soll hinter einer Baumreihe entlang geführt und damit besonders gut in die Landschaft integriert werden. Laut Hogrefe könnte eine Realisierung bis 2015 erfolgen.


Einen Kommentar schreiben