Milchkannen prägen den Dorferlebnispfad

Birgit Söhn präsentiert den Fraktionskollegen Ingrid Müller, Heinz Bischoff, Lars Hogrefe und Karin Wiedemann eine der Milchbänke in Hohenaverbergen. Foto: Arne Jacobs

Die Zeiten in denen Milch in Kannen mit Pferdegespannen zur örtlichen Molkerei gefahren wurden, sind lange vorbei. Doch in Hohenaverbergen wird ein Stück Dorfgeschichte wieder erlebbar. Unter „Dorferlebnispfad Hohener Milchkannenpfad“ gibt es im Straßenbild Elemente aus dieser Zeit. Informationstafeln zu den landwirtschaftlichen Hofstellen im Vergleich früher und heute werden demnächst aufgestellt. Auf Einladung von Ortsvorsteherin Birgit Söhn und Wolfram Zoller von der Dorfgemeinschaft Hohenaverbergen e.V. machte sich die CDU Kirchlinteln ein Bild von dem Projekt vor Ort.

Voller Leidenschaft berichtet Wolfram Zoller wie es früher einmal gewesen ist. „Milchbänke aus Holz und Stein standen bis weit in die Nachkriegszeit in jedem Dorf, in dem Milchvieh gehalten wurde“, berichtet Zoller. Von hier aus wurde die in Kannen abgefüllte Milch eingesammelt und zur örtlichen Molkerei gebracht. Ab 1928 ging die Milch auf eine weitere Reise, es wurden Lieferverträge mit dem neu gegründeten Molkereibetrieb in Neddenaverbergen geschlossen. „Die Milchbänke mit den entsprechenden Kannen sind heute wieder im Ortsbild zu sehen und demonstrieren einen Teil der dörflichen Kulturgeschichte“, erklärte Birgit Söhn das Projekt. Die Bänke waren in der Vergangenheit ein Treffpunkt der Menschen im Dorf und diese Funktion sollen sie nach dem Willen der Ehrenamtlichen wieder einnehmen. „Es ist ein hervorragendes Beispiel für das Engagement vor Ort und ein weiterer Beitrag zur Entwicklung des sanften Tourismus in unserer Gemeinde und das Miteinander im Dorf“, lobt Torsten Blanke, Ratsmitglied aus Hohenaverbergen. Es sei ferner angedacht, dass es Touren für Gruppen geben soll. „Verden hat die Nachtwächter-Tour, wir haben hoffentlich bald die Milchkutscher-Tour“, frohlockt Wolfram Zoller zum Abschluss des Treffens.



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