Keine ehrlichen Unterschriften

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Karin Wiedemann

Zur Supermarkt-Diskussion in Kirchlinteln schreibt CDU-Ratsfrau Karin Wiedemann aus Kreepen-Brammer: Ich bekenne mich zum neuen Edeka Markt auf dem Aula-Gelände und wünsche mir, dass er schnell gebaut wird. Ich hätte Verständnis dafür, wenn wir in einer Betonwüste wohnen würden und dies das einzige Fleckchen Grün wäre. Schaut Euch doch mal um, es ist alles grün, in und um Kirchlinteln herum. Soviel Grün, das es Manchem schon zu viel wird, kommt ja auch ein bisschen Laub zusammen. Die Gegner sind noch mobil um in die anderen Orte zu fahren um einzukaufen. Es kann mir keiner erzählen, dass er nur hier zum Edeka fährt und dort alles bekommt, den Rest vielleicht noch vom Penny. Aber mehr braucht der Mensch nicht zum Leben? Die Mobilen können ja noch etwas nach Verden ausweichen, vielleicht noch ein Stündchen bei Dodenhof verbringen oder schnell noch ein paar Delikatessen im Weserpark kaufen? Ich möchte ein attraktives Angebot im Ort haben für alle Bürgerinnen und Bürger. Allein die Unterschriftenaktion beim Penny, wo sich so Mancher genötigt fühlte zu unterschreiben, weil man sonst nicht in den Markt gelassen wurde. Meine Nachbarin war richtig wütend, aber sie musste schnell einkaufen. „Was sollte ich denn machen, ich hatte es eilig und musste schnell wieder nach Hause wegen meiner Mutter. So hab ich einfach unterschrieben. Aber ich möchte doch auch den neuen Markt“. So fängt man keine ehrlichen Unterschriften. Die Verkehrssituation ist mit der leichten Versetzung des Marktes mittlerweile geklärt. Die Gegner haben es sich von einem hiesigen Fuhrunternehmer leider zeigen lassen müssen, dass es ohne Schwierigkeiten möglich ist den Markt mit einem LKW beim Aula Grundstück zu beliefern. Keine Probleme. Gott sei Dank. Was spricht also noch dagegen? Dass man die Kirche nicht mehr sieht ? Ich glaube die Pastoren würden sich mehr über Besucher freuen, die sich die Kirche von innen ansehen als von außen. Und der Edeka wird die Kirchturmspitze bestimmt nicht verdecken. Oftmals wurde die Höhe des neuen Edeka-Marktes (8,00 Meter) kritisiert. Zur Wahrheit gehört, dass jedes normale Einfamilienhaus eine Firsthöhe von 8,50 bis 9,00 Metern haben dürfte. Das gilt auch für die vorhandenen Gebäude zwischen Aula-Grundstück und Kirche in Kirchlinteln.


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