Jugendbeteiligung in der Dorfregion

In der Dorfregion von Bierde bis Wittlohe arbeiten die Ehrenamtlichen gemeinsam mit den beteiligten Planungsbüros aus Hannover aktuell am Dorfentwicklungskonzept. Hierbei sollen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden und so wurden kürzlich auch Umfragen für Jugendliche (12 - 18) und junge Erwachsene (19 - 30) gestartet, deren Ergebnisse im Häuslinger Kindergarten vorgestellt und im Rahmen einer Projektwerkstatt diskutiert wurden. Insgesamt konnten 89 Teilnehmerinnen und Teilnehmer entlang der L159 verzeichnet werden - für das Büro KoRiS eine tolle Beteiligung an der Fragebogen-Aktion!

In vielen Punkten waren sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen einig: Um die Dörfer auch in Zukunft lebenswert zu halten, ist die Schaffung von Wohnraum aktuell die größte Baustelle. „Auf der einen Seite geht es um kleine Wohnungen mit bis zu 3 Zimmern, die in den Dörfern absolute Mangelware sind. Für diejenigen, die den Wunsch vom Eigenheim verwirklichen wollen, fehlen in vielen Dörfern ebenso passende Bauplatzangebote“, fasst Steffen Lühning den größten Wunsch aus der Werkstatt zusammen.

Weitere Themenbereiche waren Verbesserungen in den Bereichen Mobilfunk, Breitband und ÖPNV (Infrastruktur). Vor allem das schlechte Handynetz ist in den allermeisten Dörfern ein großes Thema, so auch z.B. in der Kirchlintler Ortschaft Wittlohe. Auch die Schaffung und der Ausbau von Aufenthaltsmöglichkeiten wurde intensiv diskutiert. Nach Schließung des Niedersachsenhofes in Otersen und des Gasthauses Meins in Häuslingen ist der Wunsch nach einem kulturellen Zentrum groß. „Uns fehlt eine Theaterbühne für die plattdeutschen Gruppen - ebenso eine Räumlichkeit für größere Veranstaltungen, Versammlungen und private Feiern“, so Lühning. Ganz konkret wurde es beim Wunsch einer stärkeren Vernetzung innerhalb der Dörfer und Vereine. Hier können sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Beispiel die Erstellung eines dorfübergreifenden Veranstaltungskalenders vorstellen, um auch Terminüberschneidungen zu vermeiden. Neben diesen Themenkomplexen, die alle beteiligten Ortschaften betreffen, wurden auch kleinere Einzelmaßnahmen diskutiert, die zur Verschönerung oder zur Attraktivitätssteigerung beitragen sollen.


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