In Holtum tut sich einiges

Rund 40 Holtumerinnen und Holtumer waren zum Themenabend ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen.

„In Holtum tut sich einiges“, hiervon überzeugten sich die über vierzig Anwesenden bei der Informationsveranstaltung „Wir hören und handeln für Holtum“, zu der Ortsvorsteherin Helma Rippe und Ratsherr Arne Jacobs eingeladen hatten. Bevor es um Dorfthemen ging, berichtete Günter Lühning aus dem Gemeinderat. Schwerpunkt seiner Ausführungen war die Bedeutung des Ehrenamtes. "Es kommt sehr auf die engagierten Freiwilligen in unseren Dörfern an, sie verleihen den Orten Charakter und leisten einen wertvollen Beitrag“, motivierte Lühning, sich zu engagieren. Es folgte eine Darstellung des Dorfprojektes des örtlichen Heimatvereins. Projektsprecher Dieter Jacobs erläuterte das Projekt, das sich aus der Tourismusschiene und dem Teil Dorferneuerung zusammensetzt. Darin sind Teilprojekte wie Wanderwege, Sitz- und Rastgelegenheiten oder ein Unterstand für die historische Handdruckspritze der Feuerwehr enthalten. Darüber hinaus sind Maßnahmen wie der Umbau des Eingangsbereiches des Dorfgemeinschaftshauses oder eine umfangreiche Baumpflanzaktion vorgesehen. Anschließend präsentierte Helma Rippe die geplanten Maßnahmen auf dem Dorfplatz „Holtumer Schulhof“. Hier ist es erforderlich den Außenbereich des Kindergartens zu vergrößern. „Andernfalls hätte der Entzug der Betriebserlaubnis im Raum gestanden“, schilderte Helma Rippe die Rahmenbedingungen. Der Dorfplatz, der bereits jetzt von einer Hecke gesäumt ist, muss eingezäunt und dem Kindergarten dadurch zugänglich gemacht werden. Ein gemeinsam von Anwohnern, Kindergarten und Vereinen erarbeiteter Kompromissvorschlag sieht vor, dass ein Baumpflanzplan aufgestellt und die lückenhafte Hecke nachgepflanzt wird. Die Realisierung dieser Maßnahmen ist für die Sommerferien angepeilt. Ein weiteres Projekt unter dem Titel „Ort des Erinnerns und der Begegnungen“ für den Holtumer Friedhof stellte Arne Jacobs vor. „Friedhof ist weit mehr als ein Ort wo man seine Verstorbenen begräbt“, machte Jacobs deutlich. Wesentliche Bestandteile des Projektes seien die Erneuerung der Friedhofsmauer und des Ehrenmals, die Veränderung der Wegeführung für eine behindertengerechte Zuwegung, sowie eine Umgestaltung der Grünanlagen. In seinem Vortrag machte Jacobs den Kostenaufwand transparent und zeigte eine aktuelle Finanzierungslücke von knapp 20.000,-€ auf, die es durch das Einwerben von Fördergeldern und Spenden zu schließen gilt. Abschließend berichtete Landtagsabgeordneter Wilhelm Hogrefe von den Planungen zum Ausbau der Bahnstrecke und welche Folgen hinsichtlich Lärmschutzes daraus resultieren. Laut Hogrefe stünde die Realisierung eines zweiten Gleises in den nächsten Jahren nicht an. Auch wenn der Ausbau der Häfen einen verstärkten Gütertransport mit sich brächte, dauere es bis zur Umsetzung in der Regel Jahre. „Wir werden den Prozess genau beobachten und im Falle einer Konkretisierung auf den Bau von Lärmschutzmaßnahmen drängen“, sicherte Hogrefe zu. Im Anschluss blieb noch Zeit für Fragen und Anregungen, wovon die Anwesenden rege Gebrauch machten. So war zum Beispiel die Vielzahl unbelegter Grabfelder auf dem Friedhof ein Thema. Hierzu sagten Rippe und Jacobs eine gesonderte Veranstaltung zu, um über Änderungen der Friedhofsatzung umfassend zu informieren. Eine weitere Anregung aus der Versammlung wurde bereits angegangen. Der Vorstand des Heimatvereins hat am Bahnübergang in Richtung Kirchlinteln einen Jägerzaun entfernt und die Äste eines Baums beschnitten, um die Einsehbarkeit für Fahrradfahrer zu verbessern. Dieses Beispiel zeigt, dass in Holtum nicht nur geredet sondern auch gehandelt wird.


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