CDU Kirchlinteln hält bei Nahversorgung Wort

PowerPoint-PräsentationDie CDU Kirchlinteln hält Wort und setzt sich unverändert für eine dezentrale Nahversorgung in mittelgroßen Ortschaften sowie jeweils für einen zeitgemäßen und auf die Zukunft ausgerichteten Vollsortimenter und Discounter im Grundzentrum der Gemeinde, in der Ortschaft Kirchlinteln ein. „Wir lassen uns durch unlautere Hauswurfsendungen von Gegnern der Edeka-Neubaupläne keinen Wortbruch unterstellen“ kommentierte CDU-Fraktionsvorsitzender Günter Lühning die jüngste Aktion, die in Kirchlinteln für Verwirrung gesorgt hatte. 2010 hatte Günter Lühning in der CDU-Zeitschrift „Kirchlintelner Rundschau“ einen Bericht zur Sicherung der Nahversorgung in der Gemeinde und zu früheren Edeka-Plänen veröffentlicht. Dieser ganzseitige Rundschau-Bericht wurde offenbar von Gegnern der Neubaupläne verkleinert und um den Rundschau-Titel und das Impressum mit dem CDU-Gemeindeverband Kirchlinteln als Herausgeber sowie der handschriftlichen Jahreszahl „2010“ ergänzt. „Wir sind nicht der Absender der aktuell in Kirchlinteln verteilten Schwarz-weiß-Kopien“, stellte Arne Jacobs, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes klar. Luftbild_Ortsmitte 2010 wurde über die Ablehnung der Edeka-Neubaupläne durch den Gemeinderat berichtet. „Andere Investoren als heute planten vor sechs Jahren nicht nur einen Edeka-Vollsortimenter, sondern ein sogenanntes  Fachmarktzentrum mit 1.580 qm Nutzfläche für Edeka und zwei Fachmärkten mit weiteren 1.040 qm Nutzfläche. Drei Märkte mit über 2.600 qm Nutzfläche waren dem Gemeinderat zu viel, deshalb wurden die damaligen Pläne abgelehnt“ schreiben die CDU-Ratsmitglieder. Für das später favorisierte Fachwerkhaus-Ensemble gab es in den letzten Jahren keine konkreten Investoren und Interessenten.  Alt-Bürgermeister Dr. Klaus Tietje und Günter Lühning sprachen kürzlich über die Entwicklung des Aula-Grundstücks, das von der Gemeinde Kirchlinteln nicht mit dem Ziel zur Erhaltung einer grünen Wiese, sondern als Bauplatz für die geplante Schulaula gekauft wurde. Das Schulzentrum Kirchlinteln sollte um eine Aula erweitert werden, die gleichzeitig zum Kultur- und Veranstaltungszentrum werden sollte. Die Baupläne waren genehmigt, als der Landkreis die Förderrichtlinien änderte, so dass die Aula-Pläne aus finanziellen Gründen nie verwirklicht werden konnten. Die heutige „grüne Wiese“ wäre sonst schon zwei Jahrzehnte lang mit einem großen Gebäude bebaut. Später plante ein Verdener Investor auf diesem Grundstück eine Senioren-Residenz mit einem Kultursaal als Aula-Ersatz, schreibt die CDU in einer aktuellen Pressemitteilung. Einzelne Gegner der heutigen Edeka-Neubaupläne kritisieren, die Höhe des Neubaus und die Verstellung der Sicht auf die St. Petri-Kirche. Sämtliche bisher geplanten Neubauten, die Aula, die Senioren-Residenz und auch die von einigen Gegnern favorisierten Fachwerkhäuser wären mindestens genauso hoch wie der künftige Edeka-Markt. Zur geplanten Änderung des Bebauungsplans „Ortskern“ in Kirchlinteln können alle Bürger vom 6. Juni bis 5. Juli im Rathaus die Baupläne einsehen und schriftliche Stellungnahmen einreichen. Die Argumente werden dann im weiteren Bauleitverfahren abgewogen. „In der CDU-Fraktion gehen wir davon aus, das eine schweigende, aber breite Mehrheit in der Bevölkerung für einen größeren, modernen Vollsortimenter auf dem Aula-Grundstück ist“ betont Fraktionsvorsitzender Günter Lühning und erinnert an die eindeutigen Ergebnisse der schriftlichen Einwohner-Befragung aus 2010. „Die CDU hält deshalb Wort und will weiterhin Nahversorgung  statt Weit entfernt-Versorgung mit Lebensmitteln. Das Aula-Grundstück als grüne Wiese erhalten zu wollen, sei finanziell und wirtschaftlich nicht akzeptabel, schließlich würden auch auf anderen grünen Grundstücken in der Ortsmitte Neubauten geplant“, schreibt die CDU-Ratsfraktion in der aktuellen Pressemitteilung.  Die CDU wird auf der Internetseite www.cdu-kirchlinteln.de weiterhin transparent zu diesem Thema berichten und bietet unverändert die Möglichkeit, Berichte zu kommentieren und mit den Ratsmitgliedern in Kontakt zu treten. Folgende Vorteile würden mit einem neuen Vollsortimenter in Kirchlinteln realisiert:
  • Langfristige Sicherung einer attraktive Einkaufsstätte
  • Lage im Ortszentrum mit guter verkehrlicher Anbindung
  • Berücksichtigung von Umweltbelangen durch modernste Kühl- und Heiztechnik, LED-Beleuchtung
  • Ausweitung des Angebots von derzeit 12.000 Artikel auf bis zu 18.000 Artikel
  • Schaffung einer angenehmen und behindertengerechten Einkaufsatmosphäre
  • Verbesserung der Parkplatzsituation durch mehr und breitere Parkplätze
  • Mindestens 10 zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze und deren dauerhafte Sicherung
  • Verbesserte Arbeitsbedingungen
  • Verbesserung der Kaufkraftbindung vor Ort und Funktion eines „Ankergeschäfts“ für andere Gewerbebetriebe.
Weitere Informationen: http://cdu-kirchlinteln.de/thema/nahversorgung-vollsortimenter-discounter/  


7 Kommentare

  1. 1. Karen Rodel

    Kommentar vom 30. Mai 2016 um 17:17

    Sehr geehrter Herr Lühning,
    zu Ihrem Artikel vom 29.05.2016 habe ich einige Fragen:
    • Wurde der ganzseitige Bericht aus der „Kirchlintler Rundschau“ aus dem Jahr 2010 auf der jetzt verteilten Kopie vollständig und unverfälscht dargestellt?
    • Hat Ihnen jemand Wortbruch unterstellt?
    • Warum kam diese „Bebauung des Aula-Grundstücks mit einem „08/15-Supermarkt“, also mit einem herkömmlichen „Schuhkarton mit Satteldach“ an dieser sensiblen Stelle“ (Zitat aus der Rundschau 2010) für die CDU nicht in Betracht?
    • Wie kommt die CDU-Fraktion zu der Annahme, dass „eine schweigende, aber breite Mehrheit in der Bevölkerung für einen größeren, modernen Vollsortimenter auf dem Aula-Grundstück ist“?
    • Waren bei der Befragung 2010 (Frage 7) nicht deutlich über 50 % der Antwortgeber mit einem Edeka-Neubau auf dem Aula-Grundstück nicht (!) einverstanden?
    • Welche Investoren für alternative Bebauungen des Aula-Grundstücks wurden gesucht und gefunden? Warum sind sie abgesprungen?
    • Welche alternativen Standorte für den Supermarkt wurden geprüft?
    • Gibt es aus Ihrer Sicht auch Nachteile durch diesen Bau des zusätzlichen Supermarkts auf dem Aula-Grundstück im Bereich des historischen Ortskerns und der damit verbundenen Verdoppelung der vorhandenen Verkaufsfläche?
    Gruß von Karen Rodel

  2. 2. Stephan Jeite

    Kommentar vom 30. Mai 2016 um 18:48

    Wenn die angenommene,schweigende Mehrheit den Edeka Markt will, warum ist dann nicht eine erneute Bürgerbefragung durchgeführt worden? Die Verteilung der Kopien des damaligen Versprechen aus 2010 ist eine Erinnerung an die noch z.Zt. amtierenden Gemeinderatsmitglieder der CDU " Kein Markt auf dem Aula Grundstück" Als damaliges Ratsmitglied habe ich die Ablehnung mit getragen und stehe auch heute noch dazu, deshalb engagiere ich mich auch bei dem Aktionsbündnis TATOrt Ortskern Kirchlinteln (facebook). Hier sind auch aufschlussreiche Bilder zu sehen. Über andere Aktivitäten bezüglich einer anderen Nutzung, es geht hier nicht nur darum die grüne Wiese zu erhalten,sind die Bürger weder informiert noch einbezogen worden. Im Gegensatz zu " Edeka will einen grösseren Markt" Da gab es dann sofort eine Bürgerinfo.Die Auslegung der Pläne beginnt am 6.6.16 einschließlich 5.07.16. dann haben die Bürger die Möglichkeit ihren Einspruch bei der Gemeinde geltend zu machen.

  3. 3. Ulrike Fritzsch

    Kommentar vom 30. Mai 2016 um 20:52

    Vor 6Jahren,nämlich 2010 ,hat sich die Gemeindeverwaltung und der Gemeinderat mit seinen Fraktionen sehr über die intensiven Diskussionen um die Gestaltung des Dorfkerns und die Bebauung des Aulagrundstückes gefreut-es ging um sehr viel Fördergeld von der EU für den Bau des Linteler Kruges. Für den Erhalt der Fördergelder war Bürgerbeteiligung gefragt!!Da wurde wegen des Supermarktbaus sogar eine Einwohnerbefragung durchgeführt,die mit dazu geführt hat,daß der Supermarktbau von allen Fraktionen abgelehnt wurde.Ein Grund war sicher auch,daß Herr Karweik vom Amt für Agrarstruktur zu bedenken gab,daß so ein großer Supermarkt die Dorferneuerung mit ihren EU-Zuschüssen in Frage stellen könnte!Jetzt hat man die Schamfrist von 5 Jahren abgewartet,in der EU-Gelder zurückverlangt werden können,wenn die Vorgaben nicht eingehalten werden-die Bürger haben von all dem nichts vergessen,es ist gegen Bürgerwillen entschieden worden.Die Bürger werden sich bei der Kommunalwahl im Herbst sicher noch an das nicht einghaltene Versprechen der Parteien erinnern,wenn sie in der Wahlkabine stehen,bzw.werden resigniert gar nicht erst zur Wahl gehen.

  4. 4. Günter Lühning

    Kommentar vom 30. Mai 2016 um 21:15

    Sehr geehrte Frau Fritzsch,

    nur zur Klarstellung, damit sich keine falschen Behauptungen in der weiteren Diskussion festsetzen: Die Bindungsfrist bei EU-Förderungen beträgt nicht 5 Jahre, sondern 12 Jahre.

    Schon beim Erwerb des Lintler Krug-Grundstücks ist deutlich zum Ausdruck gebracht worden, dass im Gegenzug das Aula-Grundstück verkauft werden soll.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Lühning
    CDU-Fraktionsvorsitzender

  5. 5. Günter Lühning

    Kommentar vom 30. Mai 2016 um 21:43

    Sehr geehrte Frau Rodel,

    gerne beantworte ich Ihre Fragen der Reihe nach:

    1. Der/die Verteiler der jüngsten Hauswurfsendung hat a.) 3 Elemente von 3 Seiten aus der CDU-Rundschau „zusammengeschnitten" und kopiert b.) meinen Bericht durch schwarze Balken markiert c.) aber versäumt, seinen Absender zu nennen – ehrlich und mutig würde ich das nicht nennen.

    2. Welchen Zweck hatte die „Schwarz-weiß"-Kopie denn sonst? Frau Fritzsch nennt es „nicht eingehaltene Versprechen"

    3. Im Jahre 2010 kam für uns die Bebauung mit 3 Märkten = 3 „Schuhkartons mit Satteldach" nicht in Frage

    4. Die Ergebnisse der Bürgerbefragung von 2010 sprechen eine klare Sprache, die endlich auch die neue BI zur Kenntnis nehmen sollte.

    5. Bei der Frage 7 ging es 2010 gar nicht um „für" oder „gegen" den Standort „Aula-Grundstück, sondern es ging um 3 mögliche Standorte für einen größeren, neuen Edeka-Supermarkt. Im Gespräch waren 2010 a.) das Aula-Grundstück b.) das Waldstück am Ortseingang aus Verden kommend links an der Landesstraße c.) ein anderer Standort (z.B. im Gewerbegebiet) Ergebnisse: 47,9 % der Antwortgeber aus der Ortschaft Kirchlinteln und 42,8 % aller Antwortgeber aus allen 17 Ortschaften erklärten sich mit dem Aula-Grundstück einverstanden. Nur 27,1 % aus Kirchlinteln favorisierten den Standort am Ortseingang und 24,9 % einen anderen Standort.

    6. Das Aula-Grundstück wurde von der Gemeindeverwaltung mehrfach namhaften Investoren und Interessenten zum Kauf angeboten. Leider hat die Gemeinde auch von Bürgern, die eine andere Nutzung des Aula-Grundstücks wünschen, kein Kaufangebot erhalten.

    7. a.) jetziges Edeka-Grundstück erweitert um Nachbargrundstücke = erfolglos b.) Grundstück im Gewerbegebiet = kein Interesse von Edeka und anderen Supermarkt-Ketten c.) Grundstücke an den Ortsrändern = nicht optimal

    8. Wir sehen nicht so viele Nachteile, wie Nachteile von der BI ins Feld geführt werden. Die nachteilige verkehrliche Erschließung für die Lieferfahrzeuge konnten wir erfolgreich verändern und optimieren. Das Grundzentrum unserer Gemeinde hat nicht zuviel, sondern zu wenig Verkaufsfläche: Während andere Grundzentren wie Thedinghausen und Langwedel ihren Einwohnern 0,99 qm bzw. 1,28 qm Verkaufsfläche pro Einwohner bieten, sind es in Kirchlinteln nur 0,60 qm pro Einwohner. Im Mittelzentrum Verden dagegen sogar 2,56 qm.

    Mit freundlichen Grüßen
    Günter Lühning
    CDU-Fraktionsvorsitzender

  6. 6. Jennifer Hagendorn

    Kommentar vom 13. September 2016 um 10:36

    Sehr geehrter Herr Lühning,
    die Fragen von Frau Karin Rodel vom 30.05.2016 kommentieren Sie am selben Tag u.a. mit der Antwort, „Grundstücke an den Ortsrändern = nicht optimal". Könnten Sie diesen Punkt etwas differenzierter ausführen?
    Mit freundlichen Grüßen
    Jennifer Hagendorn

  7. 7. Günter Lühning

    Kommentar vom 14. September 2016 um 06:42

    Sehr geehrte Frau Hagendorn,
    wenn Einkaufszentren und Supermärkte an den Ortsrändern angesiedelt werden, schwächt das die Innenstädte und Ortsmitten von Grundzentren. Kirchlinteln ist nicht nur Dorf, sondern Grundzentrum der Gemeinde Kirchlinteln mit 17 Dörfern und rd. 10.000 Einwohnern. Ein Edeka-Vollsortimenter wird sich nur an der Durchgangsstraße (hier: Landesstraße) ansiedeln, nicht am Ortsrand in Richtung Gewerbegebiet oder im Gewerbegebiet am alten Bahnhof. MfG G. Lühning

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